Steckbrief

Ursprünglich stamme ich aus Leipzig, und bin der großen Liebe wegen vor einigen Jahren ins brandenburgische Jüterbog gezogen. Ende 2016 wurde unsere Tochter Sophie geboren. Für sie und ihr Aufwachsen mit der Natur ist mir die beschauliche Kleinstadt mitten im Fläming doch lieber als die Großstadt, auch wenn ich Leipzig immer noch sehr vermisse. In meiner neuen Heimat gibt es landschaftliche Weite, durchbrochen von Windrädern. Landschaftlich gesehen ein Kompromiss, und die geliebten Alpen sind noch weiter weg als vorher. Als Kind – aufgewachsen am Rande von Leipzig-Grünau – hatte ich mir bei freiem Blick zum Horizont immer vorgestellt, dort wäre unter den Wolkenbergen das Meer. Oder eine andere Welt.

Studiert habe ich Medien-, Kommunikations- und Theaterwissenschaften an der Universität Leipzig. Viel an der Uni war ich allerdings nicht, nur für das Allernotwendigste, denn die 90er waren für den Osten die Zeit der freien Wilden, zumindest, was Kunst betraf. So war ich lange Zeit Teil der Off-Theater-Szene, habe an fahrenden Produktionen mitgewirkt, – immer mit der Videokamera in der Hand. Der Gruftwächter von Kafka, eine eigene Fassung von Rapunzel, die Kahle Sängerin von Ionesco, eine Interpretation von Das große Fressen mit einer Performance- und Künstlergruppe. 

Das Literaturbüro Leipzig e.V. war mein literarisches Zuhause, und gemeinsam mit anderen Jungautoren habe ich Lyrik gelesen, aber auch bei einigen Nachwende-Autoren Roman-Werkstätten besucht. Geschrieben habe ich schon immer, und hier wurde mein Schreiben – für mich zumindest damals überraschend – ernst genommen. 

Mit einer kleinen Werbeagentur habe ich mich 2004 selbständig gemacht, für Unternehmen aus verschiedenen Branchen (z.B. Immobilien, Mode und Accessoires, Fahrgastschifffahrt, Papierrecycling) Webseiten und Webanwendungen entwickelt, Flyer, Broschüren gelayoutet, Logos entworfen, auch kleine Marketingaktionen gehörten zu unserem Spektrum. Der schreibenden Zunft hatte ich zumindest nicht vollends den Rücken gewandt, mit Werbetexten eine sehr kurze Art und Weise des Erzählens gelernt. Die Agentur besteht im Grunde noch, ist aber seit 2020 nicht mehr in sächsischen Landen, sondern hier in Brandenburg beheimatet. Sie trägt nun den Namen ihres neuen Wirkungsortes: 
52. Breitengrad.

Ich bin seit 2021 freiberufliche Autorin und studiere nebenher Psychologie auf Bachelor. Es ist ein Traumberuf, mein Traumberuf und besonders großartig finde ich dabei, nicht mehr ausschließlich am späten Abend oder in den Nächten schreiben zu müssen, sondern ganz regulär am Tage zur Arbeitszeit 😉 Mit Kind ist das Arbeiten zur Nachtzeit auch eher suboptimal. Mit dem Romanschreiben habe ich in gewisser Weise das Schreiben auf andere Art und Weise neu gelernt. Meine Familie im Übrigen steht voll hinter mir, mein Mann verschafft mir mittels Campingausflügen und Fahrradtouren immer wieder zusätzliche Schreibzeit, während meine Schwiegermutter und meine Schwägerin zu meinen größten Fans gehören.